Man kann es kaum glauben, auf was für abgefahrene Ideen so manche Bastler kommen... Lego eignet sich zu so ziemlich allem:
Um eGroupware bei all-inkl.com erfolgreich installieren zu können, sind folgende Anpassungen notwendig:
# In der .htaccess: AddHandler php53-cgi .php
Andernfalls werden diverse Fehler angezeigt, da eGroupware mit einer nicht kompatiblen php-Version ausgeführt werden soll.
Ferner scheint bei all-inkl.com php_admin_value mbstring.func_overload 7 (siehe dazu im PHP Manual) nicht zu funktionieren. Das stört eGroupware allerdings nicht weiter, bis jetzt treten keinerlei Fehler dadurch auf. (mm)
Hörbücher sind eine feine Sache für alljene lesenfaulen oder überlesenen Bildschirmarbeiter, und das Angebot und das Preis/Leistungsverhältnis im monatlichkündbaren Abo von Audible ist das beste am Markt. Allerdings erhält man von Audible im Gegensatz zum mp3 Angebot der Konzernmutter Amazon keine mp3s die ein einfaches und universelles Genußerlebnis sowohl auf allen mp3-Playern, dem CD-Player oder im Auto erlauben. Zwar vermarktet Audible die Einschränkungen des aax-Formats als Features (Kapitel und Lesezeichen), allerdings ist das hochqualitative Brennen nur mittels iTunes erlaubt, und selbst wer sich diese umstrittene Software auf den Computer installiert erhält danach keine einwandfreien CDs. Zudem merken sich moderne Abspielgeräte die Position in einem mp3 auch ohne besondere Format-Features. Was ich mit einem Lesezeichen anfangen könnte, wüßte ich vielleicht wenn ich eine wissenschaftliche Dissertation über das Hörbuch zu verfassen hätte - aber für einen genießenden Privathörer ein meiner Meinung nach überflüssiges und verzichtbares Feature.
Aber zurück zum Thema. iTunes brennt eine aax-Datei mit sehr ungünstiger Kapitelaufteilung nach exakt 8 Minuten, unabhängig davon ob dies sinnvoll ist oder nicht. Passt eine aax-Datei nicht komplett auf die CD wird sie einfach abgebrochen und auf der nächsten CD mit wenigen Sekunden Überlappung fortgesetzt. Zudem ist iTunes (ungewollt oder absichtlich?) nicht in der Lage die Übergänge nach 8 Minuten sauber gestalten: es fehlen ein paar Mikrosekunden, so dass der Übergang deutlich zu hören ist. Laut Kundensupport hat Audible "leider keinerlei Einfluss auf die Kapiteleinteilung und auch nicht auf die etwas schärferen Übergänge". Das ist schade, und wie ich finde, macht es sich audible hier etwas zu leicht denn schließlich bewirbt audible das Brennen als Feature. Wer allzu blauäugig denkt "die werden es schon richtig machen" wird also spätestens hier enttäuscht sein. Zusätzlich erhält man ein ganzes Sammelsurium an (meiner Meinung nach vollkommen unnötiger) Software bei der Installation von iTunes, das die Registry vollmüllt und (wenn man bei der Installation nicht aufpasst) zahlreiche Dateizuordnungen an sich reißt.
Dabei eignet sich das aax-Format (ein mp3 im audible-proprietären .aax-DRM-Container) zumindest in der neusten und besten Qualitätsstufe aax+ 128 kBit/44000 Hz in Stereo durchaus für das Erstellen klanglich guter CDs für den ungetrübten Genuß auf älteren Geräten wie bspw. Autoradios ohne AUX-In. Letzteres wird vom Support als Möglichkeit genannt, einen audible kompatiblen mp3 Player an alten Geräten zu betreiben, was zwar technisch möglich aber ziemlich unelegant und mit Kabelsalat verbunden ist. Ganz nebenbei, in Zeiten von Gigabytepreisen zwischen 5 und 10 EUR im mp3-Player sollte sich keiner mehr was schlechteres als 128 kBit antun. Selbst das älteste Lied in meiner Sammlung hat mindestens 128 kBit, neuere CDs liegen grundsätzlich in 160 kBit bis 320 kBit (durchschnittlich 192 kBit bis 256 kBit bei variabler Bitrate) vor. Es gibt also keinen Grund auf Klangqualität zu verzichten - und ich finde, den Unterschied zwischen dem alten Audible Format 3 oder 4 und aax hört man schon, bei entsprechend hochwertigen Kopfhörern sogar sehr deutlich. Selbst auf meinen 4GB Player passen rund 72 Stunden mp3s in 128 kBit, so viel Zeit hab ich nur im Urlaub...
Wer also elegant, hochqualitativ und vor allem legal CDs von seinen erworbenen Hörbüchern erstellen will, muss sich zwangsläufig mit Alternativen zu iTunes und dann automatisch auch etwas mit der Rechtslage beschäftigen. Seit dem 1. Januar 2008 gilt ein in (weiten) Teilen umstrittenes Urheberrechtsgesetz, das Privatkopien ausschließt, sofern zur Vervielfältigung "eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage" verwendet wird (§ 53 Abs. 1 S. 1 UrhG). Ferner regelt § 95a ff. UrhG die technischen Schutzmaßnahmen. Danach ist es unzulässig, einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen. Das Umgehen wenn die Tat "ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch des Täters oder mit dem Täter persönlich verbundener Personen erfolgt" ist jedoch keine Straftat im Sinne des Urheberrechtsgesetzes. Hat man eine legale, also im Zweifel selbst erworbene und aus legaler Quelle stammende Vorlage, so bleibt "die Privatkopie legal."
Technisch gesehen wird an vielen Stellen vorgeschlagen, die Ausgabe der Soundkarte mitzuschneiden. Sofern man sich einer legalen Quelle bedient, ist dies eine einfach realisierbare aber leider relativ zeitaufwändige Möglichkeit, um sich legal ungeliebter DRM Fesseln zu entledigen und die erhaltenen mp3s dann auf CD zu brennen um sie dann wieder im (antiken) Autoradio anhören zu können (mein ursprüngliches Ziel). Aus einer illegalen Quelle macht diese Prozedur natürlich keine legale Datei. Aber in unserem Falle - also bei legaler Quelle - stellt sich ohnehin die Frage ob das Abspielen legal erworbener Hörbücher im von Audible selbst bereit gestellten Audible Manager und das Aufnehmen aller Audio-Ausgaben des PCs zum Zwecke des eigenen privaten Gebrauchs grundsätzlich überhaupt ein Umgehen im Sinne des Urheberrechtsgesetzes darstellt - denn immerhin macht man sich nur die eingeräumten (legalen) Möglichkeiten zu Nutze ohne irgendwelche wirksamen Kopierschutzmaßnahmen zu umgehen oder illegalen Tools anzuwenden.
Im Prinzip funktioniert das Mitschneiden der Soundkartenausgabe schon mit dem Windows eigenen Audiorecorder (der zweifelsohne legal ist - schon seit Windows 95 gibt's das Programm auf jedem Windows-Computer), allerdings ist der ziemlich unflexibel (kein direktes mp3-Encodieren etc.). Eine Möglichkeit zur einfacheren Aufnahme ist die (legale) Freeware No23 Recorder (Mirror). Aber Achtung, bei der Verwendung von No23Recorder unter Windows 7 sind ein paar Kniffe zu beachten, da andernfalls keine Ausgabe erfolgt - und dementsprechend auch nichts aufgenommen werden kann. Um die Aufnahme via Stereomix zu ermöglichen kann die Installation des eigenen Soundkartentreibers (häufig der Realtek HD Audio-Treiber) notwendig sein sofern Stereomix gemäß Anleitung nicht angezeigt wird. Zudem muss man sämtliche anderen Ausgaben der Soundkarte stumm schalten, sonst hat man zwischen drin immer mal wieder ein nettes "Email für dich" oder "ohoh" (ICQ) zur Be(un)lustigung. Zu guter Letzt benötigt man noch ein Schnitttool und einen CD Brenner um sich der unnötigen Anfänge und Enden zu entledigen und das Ganze auf CD zu brennen. Dazu eignen sich prima Audacity (Mirror) und CDBurnerXP (Mirror).
Eine kurze Anmerkung noch zur allgemeinen Qualität der Audible-Files: die erwähnten Mikrolöcher, d.h. wenige fehlende Mikrosekunden, oder ein kurzes Knacksen, kurze Spitzen beim Übergang, die da eigentlich nicht hingehören, treten übrigens auch beim Abspielen im Audible Manager manchmal auf. Zumindest sind die Übergänge hörbar, wenn man weiß worauf man hören muss. Audible schreibt zu dem Thema: "Produktionstechnisch lässt es sich leider nicht vermeiden, dass es manchmal zu kleinen Knacksen zwischen den Kapiteln kommen kann, die aber bei der normalen Wiedergabe nicht weiter auffallen oder gar störend wirken." Merkwürdig ist bei all dem nur, dass diese Probleme nur und bis jetzt ausschließlich bei Audible auftreten. Vielleicht sollte Audible mal die eigene Technik optimieren bevor sie einem die DRM-Fesseln anlegen...
PS: Von nicht legalen Tools oder Tools, die sogar Geld kosten, sei an dieser Stelle dringend abgeraten! Damit holt man sich im Zweifel nur Viren und Wurmzeugs auf die Festplatte und/oder leert nur unnötigerweise seinen Geldbeutel. Dafür kann man sich besser zwei neue Hörbücher kaufen. (mm)
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